Erfahrungen, die das Leben schreibt

Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Sehnsüchte und andere Erfahrungen findest Du hier in diesem Bereich. Geschrieben wie empfunden und nur wenig korrigiert … mit dem Fazit: Was kann ich daraus mitnehmen? Ist es mir nützlich oder kann ich mir das sparen? 

Vorbemerkung:

Die folgenden Texte sind Erfahrungsberichte. Sie wollen nichts beweisen, nichts erklären und nichts auflösen. Sie halten Momente fest, in denen etwas verstanden wird, ohne dass sich sofort etwas verändert. Manches bleibt offen. Manches bleibt still. Das ist kein Mangel. Das ist der Zustand davor.

Hinweis:

Diese Erfahrungsberichte sind Momentaufnahmen. Sie entstehen ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Erwartung an ein Ergebnis.

Erinnerung: Es war der letzte im August (2018) …

Es war ein sommerlich schöner Tag, als ich mich entschied, meiner Selbstständigkeit ein Gesicht zu verpassen. Frisch geduscht und etwas Vernünftiges angezogen, machte ich mich auf den Weg zum Ordnungsamt. Dort angekommen, nahm ich im Wartebereich Platz und schaute mir die Menschen an, die sich in meinem Umfeld befanden. Manche kamen, um sich einen neuen Ausweis zu bestellen, manche suchten das WC und wiederum andere warteten geduldig, dass sie aufgerufen wurden. In Gedanken war ich bei meinem Paps, der aufgrund seiner Erfahrungen ziemlich skeptisch der Anmeldung gegenüber war. Dennoch war da dieses Gefühl, das mir sagte: „Du schaffst das!“ Er – der Mensch, der mir immer wieder Kraft gibt, wenn keine Kraft mehr vorhanden ist. Mein Entschluss stand fest und mit einem Lächeln auf den Lippen, meldete ich meine Selbstständigkeit an.

Freundschaft auf dem Dualseelenweg …

Manchmal haben Freundschaften mehrere Jahre eine gewisse Art von Auszeit. Kein Kontakt, nur Erinnerungen – die einen nicht loslassen. Manchmal bekommt man emotionalen und seelischen Besuch, doch was dann? Wie geht es weiter? Es stellt sich die Frage, ob er das tut, was er emotional und seelisch angekündigt hat. Was soll ich in dem Zusammenhang meinem Sohn sagen? Er fragt sich seelisch, wo diese Freundschaft bleibt und dass er doch Vertrauen hat. Was fehlt, ist jetzt unser Auftrag, damit wir irgendwie weiterkommen. Zurzeit stehen wir beide, auch wenn zwischen uns viele Jahre der Lebenserfahrung dazwischenliegen. Aber das Verständnis ist vorhanden und somit die einfache Art zu denken … … wir sind uns sicher, die fehlenden Teile zu finden. Mama, wir schaffen das! Und so habe ich meine Gefühle und er seine. Es ist wunderschön, mitanzusehen, dass es bei ihm ähnlich verläuft, und ich bin gespannt, wann wir wieder nebeneinander weitergehen können – mit oder ohne Begleitung. Seine Fragen konnte ich ihm nicht bewusst erklären, aber seine Mimik machte mir schnell klar, dass wir diese Gefühle nicht dauerhaft in Worte fassen müssen, um uns zu verstehen. Das Verstehen der Situation und das damit verbundene Gefühl der Ewigkeit mussten nicht mit Worten erklärt werden. Ein Lächeln reichte zum Verständnis! – Doch leider mischt sich bei dieser Situation immer wieder die Enttäuschung mit ein. Da sind wir geteilter Meinung. Er geht anders mit Enttäuschungen um, als ich. Bei mir sitzen Enttäuschungen und sind schwer zu händeln. Bei ihm stehen die Enttäuschungen und er geht stur an ihnen vorbei. Aber ich bin mir sicher, dass sich das im Laufe seiner Jahre auch noch ändern wird.

Erinnerung: Aufklärung und keine Tränen …

Mutter-Sohn-Bindung ist kein Geheimnis. So bestand mein Sohn darauf, dass, wenn wir weinen müssen, wir dies zusammen tun. Doch als er dann bei mir war, konnten wir nicht mehr weinen. Wir spürten beide, dass da noch mehr ist, was fehlt, um Tränen ohne Reue laufen lassen zu können. Doch er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was dieses … mehr … gewesen war, und fragte mich somit Löscher in den Bauch. Bis er bei seinen Frauen angekommen ist und wir uns über Bindungen emotional, seelisch und körperlich unterhielten. So berichtete ich von emotionalen und seelischen Erlebnissen. Er fand sich darin wieder und war sich sofort sicher, welche der vier Frauen aus dem letzten Jahr sein Dualseelenweg sein muss. Ich habe ihm dabei nicht hineingeredet und er erklärte mir, dass sie emotional immer dann da ist, wenn er am meisten jemanden braucht. Diese Erfahrung konnte ich bestätigen und wir unterhielten uns über Freundschaften, Beziehungen und deren Verbindungen. Als wir auf das Thema „Wann wird es Realität?“ kamen, sind wir beide angeeckt. Ich stehe und er in diesem Fall auch … Somit kann es für uns beide nur vorwärtsgehen mit verschiedenen emotionalen und seelischen Vorbereitungen. Beide wünschen wir uns, dass wenigstens irgendwas von dem Dualseelenweg (bei mir mittlerweile 47 Jahre) in diesem Leben in Erfüllung geht und dadurch das Leben eine neue Qualität bekommt. Viele Wiedergeburten haben schon viele Wege ausprobiert, sodass gar nicht mehr so viele übrig sind, und nicht nur meine Hoffnung geht dahin, auch die meines Sohnes in Bezug auf sein eigenes Leben und mich. Diese Gespräche sind unverzichtbar und geben Kraft, die nur schwer in Worte zu fassen ist.

Doch als wir drei Jahre zwangsgetrennt wurden, haben wir beide unsere Wege gesucht und zumindest den roten Faden gefunden. Wir haben uns geschworen, uns nie wieder trennen zu lassen. Schnell stellte er fest, dass meine Dualseele aktueller ist, als ich es ihn spüren lassen wollte. Daraufhin fragte er mich aus und war verwundert, dass ich schon so viele Informationen bekommen hatte. Erst heute habe ich ihm den Trick dahinter verraten und er schaute nicht schlecht. Dafür ist er mein Sohn, erklärte ich ihm. Er konnte mein kleines Geheimnis ruhig erfahren, umso besser konnte er verstehen, was gerade so am Laufen ist, und kann sich seine eigene Meinung in Bezug auf seinen Dualseelenweg bilden. Ich liebe diese Momente, in denen die Erleuchtung in seinen Augen zu sehen ist. Somit teilen wir regelmäßig unsere Erfahrungen in dem Bereich. Denn auch Freundschaften und Bekanntschaften sind am Dualseelenweg beteiligt und nicht immer leicht einzuordnen. So kam es zum Beispiel dazu, dass er mich fragte, warum emotional und seelisch alles geplant und geübt wurde und realistisch nicht eine Botschaft angekommen ist. Daraufhin musste ich erst mal überlegen, wie ich es ihm sage … Ich hatte zu lange nachgedacht. „Schon okay, Mama“ hörte ich von ihm, und wir waren wieder bei dem Thema … Tränen und Versprechen halten! …